Wer einen pflegebedürftigen Angehörigen zu Hause betreut, steht täglich vor praktischen Herausforderungen: Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel, Bettschutzeinlagen – die Liste der benötigten Pflegehilfsmittel ist lang. Viele pflegende Angehörige wissen nicht, dass ihnen monatlich 40 Euro für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel zustehen – und das völlig kostenfrei über die Pflegekasse. Die sogenannte Pflegebox oder Pflegehilfsmittelbox bringt diese wichtigen Hilfsmittel bequem nach Hause.
Doch welche Anbieter gibt es? Was ist genau in einer Pflegebox enthalten? Wie beantragt man sie, und kann man die Zusammenstellung individuell anpassen? Dieser umfassende Ratgeber beantwortet alle wichtigen Fragen rund um die kostenlose Pflegebox, vergleicht etablierte Anbieter wie Curabox, Hygi, Sanubi, Albisana, Best Care und Hartmann, und zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie von diesem wichtigen Anspruch profitieren können.
Ob Sie gerade erst mit der häuslichen Pflege beginnen oder bereits Erfahrungen mit verschiedenen Anbietern gesammelt haben – hier finden Sie alle relevanten Informationen, um die optimale Pflegehilfsmittelbox für Ihre individuelle Situation zu erhalten.
Was ist eine Pflegebox und wer hat Anspruch darauf?
Eine Pflegebox – auch als Pflegehilfsmittelbox, Pflegepaket oder Hygienebox Pflegehilfsmittel bezeichnet – ist eine monatliche Lieferung von zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln im Wert von bis zu 40 Euro. Diese Leistung ist im Sozialgesetzbuch XI (§ 40 SGB XI) verankert und steht allen Pflegebedürftigen zu, die zu Hause gepflegt werden.
Rechtliche Grundlage und Anspruchsvoraussetzungen
Der Anspruch auf eine kostenlose Pflegebox ist gesetzlich klar geregelt. Voraussetzungen sind:
- Anerkannter Pflegegrad: Mindestens Pflegegrad 1 muss vorliegen
- Häusliche Pflege: Die Pflege findet zu Hause statt (eigene Wohnung, bei Angehörigen oder in betreuter Wohnform)
- Pflegende Person: Es muss eine pflegende Person vorhanden sein – Angehörige, Freunde, Nachbarn oder eine 24-Stunden-Betreuungskraft
- Tatsächlicher Bedarf: Die Pflegehilfsmittel müssen für die Pflege benötigt werden
Wichtig zu wissen: Der Anspruch besteht unabhängig davon, ob Pflegegeld, Pflegesachleistungen oder eine Kombinationsleistung in Anspruch genommen wird. Die 40 Euro für die Pflegebox sind eine zusätzliche Leistung, die nicht mit anderen Pflegeleistungen verrechnet wird.
Pflegebox bei verschiedenen Pflegegraden
Grundsätzlich haben alle Pflegegrade denselben Anspruch auf die monatliche Pflegehilfsmittelbox im Wert von 40 Euro. Allerdings unterscheidet sich oft der tatsächliche Bedarf:
| Pflegegrad | Typischer Bedarf | Empfohlene Inhalte |
|---|---|---|
| Pflegegrad 1 | Geringe Beeinträchtigung, meist präventiv | Desinfektionsmittel, Einmalhandschuhe (kleine Mengen), Mundschutz |
| Pflegegrad 2 | Erhebliche Beeinträchtigung, regelmäßige Unterstützung | Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel, Schutzschürzen, Bettschutzeinlagen |
| Pflegegrad 3 | Schwere Beeinträchtigung, intensive Pflege | Größere Mengen Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel, Schutzschürzen, Bettschutzeinlagen, Fingerlinge |
| Pflegegrad 4 & 5 | Schwerste Beeinträchtigung, umfassende Pflege | Maximale Mengen aller Produkte, oft zusätzliche Bestellung über Sanitätshaus nötig |
Bei höheren Pflegegraden reicht die Pflegebox 40 Euro oft nicht aus, um den gesamten monatlichen Bedarf zu decken. In solchen Fällen können zusätzliche Pflegehilfsmittel über ein Sanitätshaus mit Rezept bezogen werden.
Was ist in einer Pflegebox enthalten? Typische Inhalte und Produktgruppen
Die Zusammensetzung einer Pflegehilfsmittelbox richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen der pflegebedürftigen Person. Grundsätzlich umfasst das Pflegepaket Inhalt ausschließlich zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel aus der Produktgruppe 54 des Hilfsmittelverzeichnisses.
Zulässige Produktkategorien in der Pflegebox
1. Saugende Bettschutzeinlagen (Produktgruppe 54.01)
- Einmal-Bettschutzeinlagen in verschiedenen Größen (60×60 cm, 60×90 cm, 80×120 cm)
- Schutz von Matratze und Bettwäsche vor Verunreinigungen
- Besonders wichtig bei Inkontinenz oder Wundversorgung
2. Einmalhandschuhe (Produktgruppe 54.02)
- Latex-, Nitril- oder Vinylhandschuhe
- Verschiedene Größen (S, M, L, XL)
- Gepudert oder ungepudert
- Schutz für Pflegende und Gepflegte bei Körperpflege, Wundversorgung und Inkontinenzversorgung
3. Fingerlinge (Produktgruppe 54.03)
- Einzelne Fingerschutzhüllen aus Latex oder Nitril
- Für punktuelle Hygienemaßnahmen
- Alternative zu Handschuhen bei kleinen Anwendungen
4. Mundschutz (Produktgruppe 54.04)
- Einweg-Mund-Nasen-Schutz
- Schutz vor Tröpfcheninfektionen
- Besonders wichtig bei Infektanfälligkeit oder chronischen Atemwegserkrankungen
5. Schutzschürzen (Produktgruppe 54.05)
- Einweg-Schutzschürzen aus Kunststoff
- Schutz der Kleidung bei Körperpflege und Inkontinenzversorgung
- Verschiedene Längen und Materialstärken
6. Desinfektionsmittel (Produktgruppe 54.06)
- Händedesinfektionsmittel
- Flächendesinfektionsmittel für Pflegehilfsmittel und Oberflächen
- Wichtig zur Infektionsprävention, besonders bei Katheterpflege oder Wundversorgung
Was ist NICHT in der Pflegebox enthalten?
Häufig gibt es Missverständnisse über den Pflegemittelbox Inhalt. Folgende Produkte sind nicht über die 40-Euro-Pauschale erhältlich:
- Inkontinenzprodukte (Windeln, Pants, Vorlagen) – diese werden separat über die Krankenkasse bezogen
- Technische Pflegehilfsmittel (Pflegebett, Rollstuhl, Toilettenstuhl) – diese sind leihweise über die Krankenkasse erhältlich
- Medizinische Produkte (Medikamente, Verbandmaterial, Spritzen) – diese werden ärztlich verordnet
- Körperpflegeprodukte (Seife, Shampoo, Cremes) – diese sind selbst zu bezahlen
- Nahrungsergänzungsmittel oder Spezialnahrung
Typische Zusammenstellungen nach Pflegesituation
Die meisten Anbieter bieten vorkonfigurierte Pflegehilfsmittel Pakete an, die sich an häufigen Pflegesituationen orientieren:
| Pflegesituation | Empfohlene Zusammenstellung | Monatlicher Verbrauch (ca.) |
|---|---|---|
| Grundpflege (leicht) | 100 Handschuhe, 1 Händedesinfektion, 1 Flächendesinfektion | Ausreichend für tägliche Körperpflege |
| Grundpflege (intensiv) | 200 Handschuhe, 2 Händedesinfektionen, 30 Bettschutzeinlagen, 25 Schutzschürzen | Für mehrfach tägliche Pflege |
| Inkontinenzversorgung | 200 Handschuhe, 60 Bettschutzeinlagen, 2 Desinfektionsmittel, 50 Schutzschürzen | Schwerpunkt auf Schutz und Hygiene |
| Demenzpflege | 150 Handschuhe, 30 Mundschutz, 2 Desinfektionsmittel, 30 Bettschutzeinlagen | Angepasst an besondere Anforderungen bei Demenz |
| Infektionsschutz | 150 Handschuhe, 50 Mundschutz, 3 Händedesinfektionen, 1 Flächendesinfektion | Bei erhöhtem Infektionsrisiko |

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Angebot anfordern Beraten lassenPflegebox beantragen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Die Beantragung einer kostenlosen Pflegebox ist deutlich einfacher, als viele denken. Der Prozess läuft heute bei den meisten Anbietern vollständig digital ab und dauert nur wenige Minuten.
Variante 1: Beantragung über spezialisierte Pflegebox-Anbieter (empfohlen)
Die komfortabelste Methode ist die Beantragung über einen spezialisierten Anbieter wie Curabox, Hygi, Sanubi oder andere. Diese übernehmen den gesamten bürokratischen Aufwand.
Schritt 1: Anbieter auswählen und online registrieren
- Website des gewünschten Anbieters aufrufen
- Persönliche Daten eingeben (Name, Adresse, Geburtsdatum)
- Daten der pflegebedürftigen Person angeben
- Pflegegrad und Krankenkasse angeben
Schritt 2: Pflegebox individuell zusammenstellen
- Aus vorgegebenen Produktpaketen wählen ODER
- Pflegebox individuell zusammenstellen nach eigenem Bedarf
- Mengen und Produkte können meist monatlich angepasst werden
- Achten Sie darauf, dass der Wert 40 Euro nicht überschreitet
Schritt 3: Vollmacht und Kostenübernahme
- Vollmacht für den Anbieter unterschreiben (meist digital möglich)
- Der Anbieter kümmert sich um die Kostenübernahme bei der Pflegekasse
- Sie müssen nicht in Vorleistung gehen
Schritt 4: Erste Lieferung
- Erste Pflegehilfsmittelbox kommt meist innerhalb von 3-7 Werktagen
- Folgelieferungen erfolgen automatisch monatlich
- Anpassungen jederzeit möglich
Variante 2: Direktbeantragung bei der Pflegekasse
Sie können die Pflegebox auch direkt bei Ihrer Pflegekasse beantragen, müssen dann aber mehr Eigenaufwand betreiben:
- Formular anfordern: Bei Ihrer Pflegekasse das Formular für “zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel” anfordern
- Antrag ausfüllen: Benötigte Pflegehilfsmittel auflisten und Bedarf begründen
- Kostenvoranschlag: Von einem Sanitätshaus oder Apotheke einen Kostenvoranschlag einholen
- Antrag einreichen: Vollständige Unterlagen bei der Pflegekasse einreichen
- Genehmigung abwarten: Bearbeitungszeit beträgt meist 2-4 Wochen
- Bezugsquelle wählen: Nach Genehmigung Sanitätshaus oder Apotheke beauftragen
Wichtig: Bei der Direktbeantragung müssen Sie oft in Vorleistung gehen und die Rechnung bei der Pflegekasse einreichen. Die Abrechnung erfolgt nicht automatisch monatlich, sondern Sie müssen jeden Monat neu bestellen und abrechnen.
Benötigte Unterlagen für die Beantragung
Unabhängig von der gewählten Variante benötigen Sie folgende Informationen:
- Name und Anschrift der pflegebedürftigen Person
- Geburtsdatum und Versichertennummer
- Pflegegrad (wird vom Anbieter meist geprüft)
- Name und Anschrift der Pflegekasse
- Unterschrift der pflegebedürftigen Person oder des gesetzlichen Vertreters
- Bei Beantragung durch Angehörige: Vollmacht
Pflegebox Anbieter im Vergleich: Curabox, Hygi, Sanubi & Co.
Der Markt für Pflegeboxen Anbieter ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Während die Grundleistung – 40 Euro monatlich für Pflegehilfsmittel – bei allen gleich ist, unterscheiden sich die Anbieter in Service, Produktqualität, Flexibilität und Zusatzleistungen.
Die größten Pflegebox-Anbieter im Überblick
1. Curabox – Marktführer mit großer Produktauswahl
Curabox ist einer der bekanntesten und größten Pflegehilfsmittel Anbieter in Deutschland.
Vorteile:
- Sehr große Produktauswahl und flexible Zusammenstellung
- Einfache Online-Bestellung und App-Verwaltung
- Schnelle Lieferung (meist 2-3 Werktage)
- Monatliche Anpassung der Box möglich
- Guter Kundenservice per Telefon und E-Mail
- Zusätzliche Ratgeber und Pflegetipps
Nachteile:
- Manchmal längere Wartezeiten im Kundenservice
- Produktqualität bei Handschuhen gelegentlich bemängelt
Besonderheiten: Curabox bietet neben der Standard-Pflegebox auch spezialisierte Pakete für bestimmte Pflegesituationen an, etwa “Demenzpflege” oder “Intensivpflege”.
2. Hygi.de – Fokus auf Nachhaltigkeit und Qualität
Hygi positioniert sich als Premium-Anbieter mit Schwerpunkt auf ökologischen Produkten.
Vorteile:
- Hochwertige, teilweise biologisch abbaubare Produkte
- Besonders hautfreundliche Handschuhe
- Umweltfreundliche Verpackung
- Persönlicher Kundenservice
- Transparente Produktinformationen
Nachteile:
- Kleinere Produktauswahl als bei Curabox
- Lieferzeit teilweise etwas länger (4-5 Werktage)
Besonderheiten: Hygi legt großen Wert auf Nachhaltigkeit und bietet als einer der wenigen Anbieter eine Pflegebox mit Feuchttücher an, die biologisch abbaubar sind.
3. Sanubi – Digitaler Service-Champion
Sanubi überzeugt durch besonders nutzerfreundliche digitale Lösungen.
Vorteile:
- Hervorragende App mit einfacher Verwaltung
- Sehr schnelle Online-Bestellung (unter 2 Minuten)
- Automatische Erinnerung bei Lieferverzögerungen
- Live-Chat-Support
- Flexible Liefertermine wählbar
Nachteile:
- Weniger persönlicher Kontakt (Fokus auf digitale Kommunikation)
- Produktauswahl etwas eingeschränkter
Besonderheiten: Sanubi bietet als einer der wenigen Anbieter eine “Notfall-Express-Lieferung” an, wenn die Pflegehilfsmittel unerwartet ausgehen.
4. Albisana – Schweizer Qualität und Zuverlässigkeit
Albisana ist ein etablierter Anbieter mit Schweizer Wurzeln.
Vorteile:
- Sehr zuverlässige Lieferung
- Hochwertige Markenprodukte
- Gute Beratung zu Produktalternativen
- Transparente Preisgestaltung
Nachteile:
- Weniger flexible Zusammenstellung
- Etwas konservativere Produktauswahl
5. Best Care – Spezialist für individuelle Lösungen
Best Care richtet sich besonders an Pflegebedürftige mit speziellen Anforderungen.
Vorteile:
- Sehr individuelle Beratung
- Spezialisierte Produkte für Allergiker
- Möglichkeit, verschiedene Handschuhgrößen zu kombinieren
- Persönlicher Ansprechpartner
Nachteile:
- Höherer Zeitaufwand bei Erstbestellung (ausführliche Beratung)
- Nicht alle Produkte online bestellbar
6. Hartmann – Traditionsunternehmen mit medizinischer Expertise
Hartmann ist als Medizinprodukte-Hersteller auch im Pflegehilfsmittel-Bereich aktiv.
Vorteile:
- Eigene Produktherstellung – hohe Qualitätskontrolle
- Medizinische Fachberatung verfügbar
- Breites Sortiment auch über die Pflegebox hinaus
- Etabliertes Netzwerk mit Sanitätshäusern
Nachteile:
- Weniger flexibel bei individuellen Zusammenstellungen
- Oft nur über Sanitätshäuser beziehbar
- Höherer bürokratischer Aufwand
Vergleichstabelle: Welcher Anbieter passt zu Ihnen?
| Kriterium | Curabox | Hygi | Sanubi | Albisana | Best Care | Hartmann |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Produktauswahl | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐ |
| Liefergeschwindigkeit | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐ |
| Digitaler Service | ⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐ | ⭐⭐ | ⭐⭐ |
| Individuelle Beratung | ⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐ |
| Nachhaltigkeit | ⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐ |
| Produktqualität | ⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
| Flexibilität | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐ |
Pflegebox Erfahrungen: Was sagen Nutzer?
Die Pflegebox Erfahrungen und Pflegemittelbox Erfahrungen sind überwiegend positiv, wobei es je nach Anbieter Unterschiede gibt:
Häufig gelobte Aspekte:
- “Endlich keine monatlichen Apothekenbesuche mehr”
- “Die Beantragung war überraschend einfach”
- “Große Entlastung im Pflegealltag”
- “Flexibilität bei der Zusammenstellung sehr hilfreich”
- “Zuverlässige, pünktliche Lieferung”
Kritikpunkte in Erfahrungsberichten:
- “Handschuhqualität manchmal dünn” (besonders bei Billiganbietern)
- “Kundenservice bei großen Anbietern manchmal schwer erreichbar”
- “Änderungen der Box-Zusammenstellung nicht immer sofort umgesetzt”
- “Bei manchen Anbietern zu viele Werbemails”
Tipp: Lesen Sie Pflegebox Anbieter Erfahrungen auf unabhängigen Bewertungsportalen wie Trustpilot oder in Pflegeforen. Achten Sie dabei auf aktuelle Bewertungen, da sich Service und Qualität ändern können.

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Angebot anfordern Beraten lassenPflegebox individuell zusammenstellen: So optimieren Sie Ihre Auswahl
Die Möglichkeit, Ihre Pflegebox individuell zusammenzustellen, ist einer der größten Vorteile gegenüber Standardpaketen. So nutzen Sie das 40-Euro-Budget optimal:
Bedarfsanalyse: Was benötigen Sie wirklich?
Bevor Sie Ihre Pflegebox zusammenstellen, sollten Sie den tatsächlichen Bedarf ermitteln:
Schritt 1: Pflegesituation analysieren
- Wie oft findet täglich Körperpflege statt?
- Gibt es Inkontinenz-Versorgung?
- Wird Wundversorgung durchgeführt?
- Wie viele Personen sind in die Pflege eingebunden?
- Gibt es besondere Hygieneanforderungen (z.B. bei Dauerkatheter)?
Schritt 2: Verbrauch dokumentieren
Führen Sie eine Woche lang Buch über den tatsächlichen Verbrauch:
- Wie viele Handschuhpaare pro Tag?
- Wie viele Bettschutzeinlagen werden gewechselt?
- Wie oft wird desinfiziert?
- Werden Schutzschürzen benötigt?
Schritt 3: Monatsbedarf hochrechnen
Multiplizieren Sie den Tagesbedarf mit 30 und addieren Sie einen Puffer von 20% für unvorhergesehene Situationen.
Optimale Zusammenstellung nach Pflegesituation
Beispiel 1: Grundpflege ohne besondere Anforderungen (Pflegegrad 2)
- 100 Einmalhandschuhe (Größe M) – ca. 15 Euro
- 1x Händedesinfektionsmittel (500ml) – ca. 8 Euro
- 1x Flächendesinfektionsmittel (500ml) – ca. 8 Euro
- 30 Bettschutzeinlagen (60x60cm) – ca. 9 Euro
- Gesamtwert: 40 Euro
Beispiel 2: Intensive Pflege mit Inkontinenz (Pflegegrad 3-4)
- 200 Einmalhandschuhe (100x M, 100x L für verschiedene Pflegepersonen) – ca. 18 Euro
- 60 Bettschutzeinlagen (60x90cm) – ca. 12 Euro
- 25 Schutzschürzen – ca. 5 Euro
- 1x Händedesinfektionsmittel – ca. 5 Euro
- Gesamtwert: 40 Euro
Beispiel 3: Demenzpflege mit erhöhtem Infektionsschutz
- 150 Einmalhandschuhe – ca. 12 Euro
- 50 Mundschutz – ca. 10 Euro
- 2x Händedesinfektionsmittel – ca. 10 Euro
- 30 Bettschutzeinlagen – ca. 8 Euro
- Gesamtwert: 40 Euro
Häufige Fehler bei der Zusammenstellung vermeiden
Fehler 1: Zu viele Produkte, zu geringe Mengen
Viele bestellen aus jeder Kategorie etwas, haben dann aber von nichts genug. Besser: Konzentrieren Sie sich auf die 3-4 wichtigsten Produkte und bestellen Sie davon ausreichende Mengen.
Fehler 2: Falsche Handschuhgröße
Zu kleine Handschuhe reißen schnell, zu große behindern bei feinmotorischen Tätigkeiten. Messen Sie die Handgröße aller Pflegepersonen und bestellen Sie ggf. verschiedene Größen.
Fehler 3: Budget nicht ausschöpfen
Nutzen Sie das volle 40-Euro-Budget aus! Überschüssige Produkte können Sie für Notfälle lagern oder bei Bedarf an andere pflegende Angehörige weitergeben.
Fehler 4: Keine Anpassung bei veränderten Bedürfnissen
Der Pflegebedarf ändert sich oft. Passen Sie Ihre Pflegebox regelmäßig an die aktuelle Situation an.
Sonderfälle: Wenn 40 Euro nicht ausreichen
Bei sehr hohem Pflegebedarf (meist ab Pflegegrad 4) reicht die Pflegebox 40 Euro oft nicht aus. In diesem Fall haben Sie folgende Möglichkeiten:
- Zusätzliche Verordnung: Ihr Arzt kann zusätzliche Pflegehilfsmittel auf Rezept verordnen
- Kombinationsleistung nutzen: Nicht ausgeschöpfte Pflegesachleistungen können teilweise für Pflegehilfsmittel verwendet werden
- Entlastungsbetrag: Der Entlastungsbetrag von 125 Euro monatlich kann auch für anerkannte Pflegehilfsmittel eingesetzt werden
- Eigenanteil: Sie können zusätzliche Produkte selbst kaufen
Pflegebox Anbieter wechseln: So geht’s unkompliziert
Unzufrieden mit Ihrem aktuellen Anbieter? Ein Wechsel ist jederzeit möglich und meist unkompliziert. So funktioniert der Pflegebox Anbieter wechseln-Prozess:
Gründe für einen Anbieterwechsel
Häufige Gründe, warum Pflegebedürftige ihren Pflegehilfsmittel Anbieter wechseln möchten:
- Unzureichende Produktqualität: Dünne Handschuhe, die schnell reißen
- Unflexibilität: Zusammenstellung kann nicht angepasst werden
- Lieferprobleme: Verspätete oder unzuverlässige Lieferungen
- Schlechter Kundenservice: Lange Wartezeiten, keine Problemlösung
- Eingeschränkte Produktauswahl: Benötigte Produkte nicht verfügbar
- Bessere Angebote: Anderer Anbieter bietet mehr Flexibilität oder Service
Schritt-für-Schritt: Anbieter wechseln
Schritt 1: Kündigungsfrist prüfen
Die meisten Pflegebox-Verträge haben keine oder nur sehr kurze Kündigungsfristen (meist 14 Tage bis 1 Monat zum Monatsende). Prüfen Sie Ihre Vertragsunterlagen oder fragen Sie beim aktuellen Anbieter nach.
Schritt 2: Neuen Anbieter auswählen
Nutzen Sie unseren Pflegebox Vergleich oben, um den passenden neuen Anbieter zu finden. Achten Sie besonders auf:
- Produktauswahl und -qualität
- Flexibilität bei der Zusammenstellung
- Lieferbedingungen
- Kundenservice-Bewertungen
Schritt 3: Beim neuen Anbieter registrieren
Melden Sie sich beim neuen Anbieter an. Wichtig: Geben Sie an, dass Sie bereits eine Pflegebox beziehen und wechseln möchten. Der neue Anbieter kümmert sich dann oft um die Kündigung beim alten Anbieter.
Schritt 4: Alten Vertrag kündigen
Falls der neue Anbieter die Kündigung nicht übernimmt, kündigen Sie selbst schriftlich:
- Kündigung per E-Mail oder Brief (Einschreiben empfohlen)
- Angabe der Vertragsnummer und Kundennummer
- Kündigungsdatum nennen
- Bestätigung anfordern
Schritt 5: Nahtloser Übergang sicherstellen
Koordinieren Sie die Liefertermine so, dass keine Versorgungslücke entsteht:
- Letzte Lieferung vom alten Anbieter notieren
- Erste Lieferung vom neuen Anbieter für Anfang des Folgemonats vereinbaren
- Notfallreserve anlegen (1-2 Wochen Vorrat)
Rechtliches: Kann die Pflegekasse den Wechsel ablehnen?
Nein! Sie haben das freie Wahlrecht bei der Auswahl Ihres Pflegehilfsmittel Anbieters. Die Pflegekasse kann Ihnen nicht vorschreiben, bei welchem Anbieter Sie bestellen müssen, solange:
- Der Anbieter zugelassen ist
- Die Produkte den Qualitätsstandards entsprechen
- Das 40-Euro-Budget eingehalten wird
Ein Wechsel ist jederzeit möglich, auch mehrfach im Jahr. Es gibt keine Sperrfristen oder Einschränkungen.
Pflegebox kündigen: Wenn Sie keine Box mehr benötigen
Möchten Sie die Pflegebox komplett beenden (z.B. bei Umzug ins Pflegeheim oder bei Verbesserung des Gesundheitszustands), ist auch das problemlos möglich:
Kündigungsgründe:
- Umzug in stationäre Pflegeeinrichtung
- Pflegebedürftigkeit entfällt
- Wechsel zu anderen Versorgungsformen
- Versterben der pflegebedürftigen Person
Vorgehensweise beim Kündigen:
- Schriftliche Kündigung an den Anbieter (E-Mail oder Brief)
- Grund der Kündigung angeben (oft erforderlich)
- Kündigungsdatum nennen
- Information an die Pflegekasse (oft übernimmt das der Anbieter)
- Bestätigung abwarten
Die Pflegemittelbox kündigen ist rechtlich jederzeit ohne Angabe von Gründen möglich. Die meisten Anbieter haben Kündigungsfristen von maximal 1 Monat.

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Angebot anfordern Beraten lassenPflegebox bei verschiedenen Krankenkassen: Besonderheiten und Unterschiede
Grundsätzlich haben alle gesetzlich Versicherten mit Pflegegrad Anspruch auf die kostenlose Pflegebox. Dennoch gibt es bei verschiedenen Krankenkassen kleine Unterschiede in der Abwicklung:
Gesetzliche Krankenkassen (GKV)
Bei den großen gesetzlichen Krankenkassen ist der Prozess weitgehend standardisiert:
AOK (alle Landesverbände)
- Unkomplizierte Genehmigung der Pflegebox
- Arbeitet mit allen großen Anbietern zusammen
- Bearbeitungszeit: 1-2 Wochen
- Tipp: Antrag online über Meine AOK-Portal möglich
Techniker Krankenkasse (TK)
- Sehr digitalisierter Prozess
- Genehmigung oft innerhalb von 3-5 Werktagen
- Eigene Pflegebox-Partner bevorzugt
- Tipp: TK-App nutzt für schnellere Bearbeitung
BARMER
- Standardisiertes Genehmigungsverfahren
- Kooperation mit mehreren Anbietern
- Bearbeitungszeit: 7-10 Werktage
- Tipp: Telefonische Vorabklärung empfohlen
DAK Gesundheit
- Unkomplizierte Abwicklung
- Gute Zusammenarbeit mit Pflegebox-Anbietern
- Bearbeitungszeit: 5-10 Werktage
IKK (verschiedene Regionalverbände)
- Je nach Regionalverband unterschiedliche Prozesse
- Meist problemlose Genehmigung
- Bearbeitungszeit: 1-2 Wochen
- Tipp: Direkt bei Ihrer IKK nachfragen
Private Krankenversicherung (PKV)
Bei privat Versicherten ist die Situation komplexer:
- Kein automatischer Anspruch: Die 40-Euro-Pauschale ist eine Leistung der gesetzlichen Pflegeversicherung
- Private Pflegepflichtversicherung: Wenn Sie eine private Pflegepflichtversicherung haben, besteht meist ein gleichwertiger Anspruch
- Individuelle Tarife: Prüfen Sie Ihre Versicherungsbedingungen
- Erstattungsprinzip: Oft müssen Sie in Vorleistung gehen und Rechnungen einreichen
Tipp für Privatversicherte: Kontaktieren Sie Ihre Versicherung vor der Bestellung und klären Sie den Erstattungsanspruch. Einige private Pflegeversicherungen arbeiten mittlerweile auch mit Pflegebox-Anbietern zusammen.
Besonderheiten bei verschiedenen Pflegegraden
Obwohl alle Pflegegrade denselben Anspruch auf die Pflegebox 40 Euro haben, gibt es praktische Unterschiede:
Pflegebox Pflegegrad 1:
- Oft wird der volle Betrag nicht benötigt
- Fokus auf präventive Hygienemaßnahmen
- Kleinere Produktmengen ausreichend
- Genehmigung manchmal kritischer geprüft (Nachweis der Pflegebedürftigkeit)
Pflegebox Pflegegrad 2:
- Standardfall für Pflegehilfsmittelbox
- Meist ausreichend für grundlegende Pflegebedürfnisse
- Unkomplizierte Genehmigung
Pflegebox Pflegegrad 3:
- 40 Euro oft knapp bemessen
- Zusätzliche Verordnungen häufig notwendig
- Kombination mit Entlastungsbetrag sinnvoll
Pflegegrad 4 & 5:
- 40 Euro meist nicht ausreichend
- Zusätzliche ärztliche Verordnungen erforderlich
- Oft Bezug über Sanitätshaus zusätzlich zur Pflegebox
- Bei intensiver häuslicher Pflege professionelle Beratung empfohlen
Praktische Tipps: So nutzen Sie Ihre Pflegebox optimal
Über die reine Bestellung hinaus gibt es viele Möglichkeiten, Ihre Pflegebox noch effizienter zu nutzen:
Lagerung und Organisation
Richtige Lagerung von Pflegehilfsmitteln:
- Trocken und kühl: Idealerweise bei Raumtemperatur (15-25°C)
- Lichtgeschützt: Besonders Desinfektionsmittel und Handschuhe
- Übersichtlich: Beschriftete Boxen oder Schränke für schnellen Zugriff
- Zugänglich: Pflegehilfsmittel dort lagern, wo sie gebraucht werden
- Haltbarkeit beachten: FIFO-Prinzip (First In, First Out)
Organisationstipp: Richten Sie mehrere “Pflegestationen” in der Wohnung ein:
- Badezimmer: Handschuhe, Händedesinfektion, Schutzschürzen
- Schlafzimmer: Bettschutzeinlagen, Handschuhe, Flächendesinfektion
- Küche: Händedesinfektion, Einmalhandschuhe
- Notfallset: Kleine Auswahl aller wichtigen Produkte für unterwegs
Verbrauch optimieren und Kosten sparen
1. Richtige Handschuhnutzung
- Handschuhe nur bei direktem Kontakt mit Körperflüssigkeiten notwendig
- Nicht bei jeder Berührung neue Handschuhe anziehen
- Händedesinfektion oft ausreichend
- Handschuhe korrekt an- und ausziehen (Kontamination vermeiden)
2. Desinfektionsmittel sparsam dosieren
- Händedesinfektion: 3ml (etwa eine hohle Hand voll) sind ausreichend
- Flächendesinfektion: Nur kontaminierte Bereiche desinfizieren
- Einwirkzeit beachten (meist 30 Sekunden bis 1 Minute)
3. Bettschutzeinlagen effizient nutzen
- Größe passend zur Situation wählen (nicht immer die größte)
- Bei leichter Inkontinenz: Kleinere Einlagen mehrfach täglich wechseln
- Kombinieren mit waschbaren Unterlagen für zusätzlichen Schutz
Qualitätssicherung: Wann sollten Sie Produkte reklamieren?
Nicht jedes Produkt hält, was es verspricht. Reklamieren Sie bei:
- Defekten Handschuhen: Löcher, Risse bereits beim Auspacken
- Ungeeigneter Größe: Trotz korrekter Bestellung falsche Größe geliefert
- Abgelaufenen Produkten: Haltbarkeitsdatum überschritten
- Qualitätsmängeln: Desinfektionsmittel riecht ungewöhnlich, Betteinlagen sind nicht saugfähig
- Fehlmengen: Weniger geliefert als bestellt
Die meisten seriösen Pflegehilfsmittel Anbieter tauschen mangelhafte Produkte problemlos aus. Dokumentieren Sie Mängel mit Fotos und kontaktieren Sie den Kundenservice zeitnah.
Kombination mit anderen Pflegeleistungen
Die Pflegebox ist nur ein Baustein der häuslichen Pflege. Kombinieren Sie sie sinnvoll mit anderen Leistungen:
- Entlastungsbetrag (125€/Monat): Für zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen
- Verhinderungspflege: Wenn Sie als pflegender Angehöriger eine Auszeit benötigen
- 24-Stunden-Betreuung: Für umfassende Unterstützung im Alltag
- Wohnraumanpassung: Zuschüsse für barrierefreies Wohnen nutzen
Besonders die Kombination aus Pflegebox und 24-Stunden-Betreuung zu Hause hat sich bewährt: Die Betreuungskraft nutzt die bereitgestellten Pflegehilfsmittel, Sie sparen sich den Einkauf, und die Hygiene ist optimal gewährleistet.
Häufige Probleme und Lösungen rund um die Pflegebox
Problem 1: Genehmigung wird verzögert oder abgelehnt
Mögliche Ursachen:
- Unvollständige Unterlagen
- Pflegegrad noch nicht offiziell anerkannt
- Zweifel an häuslicher Pflegesituation
- Formfehler im Antrag
Lösungen:
- Vollständigkeit aller Dokumente prüfen
- Pflegegrad-Bescheid beifügen
- Detaillierte Beschreibung der Pflegesituation
- Bei Ablehnung: Widerspruch einlegen (Frist: 1 Monat)
- Pflegeberatung der Krankenkasse in Anspruch nehmen
Problem 2: Lieferung kommt nicht oder zu spät
Sofortmaßnahmen:
- Kundenservice des Anbieters kontaktieren
- Sendungsverfolgung prüfen (falls vorhanden)
- Notfallbestellung in Apotheke (Rechnung aufbewahren für Erstattung)
- Bei wiederholten Problemen: Pflegebox Anbieter wechseln
Problem 3: Produkte reichen nicht für den ganzen Monat
Kurzfristige Lösungen:
- Verbrauch optimieren (siehe Tipps oben)
- Zusätzliche Produkte selbst kaufen (oft günstiger in Großpackungen)
- Beim Anbieter nachfragen, ob Zwischenlieferung möglich
Langfristige Lösungen:
- Pflegebox anders zusammenstellen (mehr von häufig benötigten Produkten)
- Ärztliche Verordnung für zusätzliche Pflegehilfsmittel einholen
- Prüfen, ob höherer Pflegegrad gerechtfertigt ist
- Kombination mit anderen Leistungen (z.B. Entlastungsbetrag)
Problem 4: Produkte passen nicht oder sind ungeeignet
Vorgehen:
- Zusammenstellung sofort beim Anbieter ändern (meist online möglich)
- Alternative Produkte testen (z.B. andere Handschuhgröße oder -material)
- Bei Allergien: Latexfreie oder puderfreie Alternativen wählen
- Kundenberatung des Anbieters nutzen
Problem 5: Zu viele Produkte – Überbestand
Lösungsansätze:
- Zusammenstellung reduzieren (40-Euro-Budget muss nicht voll ausgeschöpft werden)
- Überschüssige Produkte an andere Pflegebedürftige verschenken
- Als Notfallreserve lagern
- Bei 24-Stunden-Betreuung: Betreuungskraft kann Produkte nutzen

Professionelle 24-Stunden-Betreuung entlastet Sie – kostenlose Beratung vereinbaren
Angebot anfordern Beraten lassenZukunft der Pflegebox: Digitalisierung und neue Trends
Der Markt für Pflegehilfsmittelboxen entwickelt sich kontinuierlich weiter. Aktuelle Trends und zukünftige Entwicklungen:
Digitale Innovationen
1. Smarte Bestellsysteme
- KI-gestützte Bedarfsprognose basierend auf Verbrauchsmustern
- Automatische Anpassung der Zusammenstellung
- Erinnerungen bei niedrigem Lagerbestand
2. App-basierte Verwaltung
- Komplette Verwaltung der Pflegebox per Smartphone
- Barcode-Scan für Nachbestellungen
- Digitale Pflegedokumentation integriert
3. Telemedizinische Beratung
- Videosprechstunden zur Produktberatung
- Anleitung zur korrekten Anwendung
- Verknüpfung mit digitalen Pflegeanwendungen (DiPA)
Nachhaltigkeits-Trends
Umweltfreundliche Pflegehilfsmittel:
- Biologisch abbaubare Einmalhandschuhe
- Recycelbare Verpackungen
- CO2-neutraler Versand
- Nachhaltige Desinfektionsmittel
Anbieter wie Hygi setzen bereits heute verstärkt auf ökologische Produkte. Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren verstärken.
Individualisierung und Premiumisierung
Zukünftige Entwicklungen in der Pflegehilfsmittel Box-Branche:
- Personalisierte Zusammenstellungen: Basierend auf Krankheitsbild, Pflegesituation und persönlichen Präferenzen
- Premium-Produkte: Hochwertigere Materialien gegen Aufpreis
- Spezial-Boxen: Für spezifische Erkrankungen (z.B. Demenz, Inkontinenz)
- Beratungsservices: Persönliche Pflegeberater als Zusatzleistung
Gesetzliche Entwicklungen
Mögliche zukünftige Änderungen:
- Erhöhung der 40-Euro-Pauschale: Diskussion über Anpassung an Inflation
- Erweiterung der Produktgruppen: Möglicherweise zusätzliche Pflegehilfsmittel
- Vereinfachte Beantragung: Automatische Genehmigung bei anerkanntem Pflegegrad
- Qualitätsstandards: Strengere Vorgaben für Anbieter
Häufig gestellte Fragen zur Pflegebox
Kann ich die Pflegebox auch bekommen, wenn ich in einer Wohngemeinschaft oder betreutem Wohnen lebe?
Ja, der Anspruch auf die kostenlose Pflegebox besteht auch in betreuten Wohnformen, Senioren-WGs oder Pflege-WGs, solange die Pflege nicht vollstationär erfolgt. Entscheidend ist, dass Sie in einem eigenen Haushalt leben und nicht in einer vollstationären Pflegeeinrichtung. In Wohngemeinschaften hat jeder Bewohner mit Pflegegrad individuell Anspruch auf die 40-Euro-Pauschale. Die Produkte können dann gemeinsam genutzt werden, wodurch oft eine bessere Versorgung möglich ist.
Was passiert, wenn ich ins Krankenhaus muss – wird die Pflegebox dann gekündigt?
Nein, ein vorübergehender Krankenhausaufenthalt führt nicht zur automatischen Kündigung Ihrer Pflegebox. Die Lieferung läuft normal weiter, und Sie können die Produkte nach Ihrer Rückkehr nutzen. Bei längeren Krankenhausaufenthalten (über 4 Wochen) können Sie die Lieferung vorübergehend pausieren lassen – kontaktieren Sie dafür Ihren Anbieter. Der Anspruch bleibt bestehen, solange Sie grundsätzlich zu Hause gepflegt werden. Erst bei dauerhafter vollstationärer Unterbringung entfällt der Anspruch.
Können mehrere Pflegebedürftige in einem Haushalt jeweils eine eigene Pflegebox bekommen?
Ja, jede pflegebedürftige Person mit anerkanntem Pflegegrad hat einen individuellen Anspruch auf die monatlichen 40 Euro für Pflegehilfsmittel. Wenn also beispielsweise beide Ehepartner pflegebedürftig sind, stehen insgesamt 80 Euro pro Monat zur Verfügung. Dies kann besonders bei höherem Pflegebedarf sehr hilfreich sein. Wichtig: Jede Person muss die Pflegebox separat beantragen. Die Produkte können dann gemeinsam genutzt werden, wodurch eine umfassendere Versorgung möglich ist.
Muss ich die Pflegebox versteuern oder wird sie auf andere Sozialleistungen angerechnet?
Nein, die Pflegebox ist eine Sachleistung der Pflegeversicherung und muss nicht versteuert werden. Sie zählt nicht als Einkommen und wird auch nicht auf andere Sozialleistungen wie Grundsicherung, Wohngeld oder Arbeitslosengeld angerechnet. Die 40 Euro sind eine zweckgebundene Leistung ausschließlich für Pflegehilfsmittel. Auch das Pflegegeld oder andere Pflegeleistungen werden durch den Bezug der Pflegehilfsmittelbox nicht gekürzt – es handelt sich um eine zusätzliche, unabhängige Leistung.
Was ist der Unterschied zwischen der Pflegebox und Inkontinenzmaterial?
Die Pflegebox enthält ausschließlich zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel wie Handschuhe, Desinfektionsmittel und Bettschutzeinlagen. Inkontinenzmaterial (Windeln, Pants, Vorlagen) ist NICHT Teil der Pflegebox 40 Euro, sondern wird separat über die Krankenkasse bezogen. Für Inkontinenzprodukte benötigen Sie eine ärztliche Verordnung, und die Versorgung erfolgt meist über ein Sanitätshaus. Beide Leistungen können parallel in Anspruch genommen werden und ergänzen sich gegenseitig. Die Bettschutzeinlagen in der Pflegebox dienen als zusätzlicher Schutz, ersetzen aber nicht die eigentlichen Inkontinenzprodukte.
Kann ich die Pflegebox auch nutzen, wenn ich eine 24-Stunden-Betreuungskraft habe?
Ja, absolut! Der Anspruch auf die Pflegebox besteht unabhängig davon, wer die Pflege durchführt. Wenn Sie eine 24-Stunden-Betreuungskraft beschäftigen, ist die kostenlose Pflegebox sogar besonders sinnvoll: Die Betreuungskraft nutzt die bereitgestellten Pflegehilfsmittel für die tägliche Pflege, und Sie sparen sich den zusätzlichen Einkauf. Die Kombination aus professioneller Betreuung und regelmäßiger Pflegehilfsmittel-Versorgung stellt eine optimale häusliche Pflege sicher. Viele Vermittlungsagenturen weisen bereits bei Vertragsabschluss auf diesen zusätzlichen Anspruch hin.
Was mache ich, wenn mein Anbieter Produkte liefert, die ich nicht bestellt habe?
Kontaktieren Sie umgehend den Kundenservice Ihres Pflegehilfsmittel Anbieters. Seriöse Anbieter tauschen fehlerhafte Lieferungen problemlos aus. Dokumentieren Sie den Fehler mit Fotos und bewahren Sie den Lieferschein auf. Falls der Anbieter nicht reagiert oder das Problem wiederholt auftritt, haben Sie folgende Optionen: Beschwerde bei der Pflegekasse einreichen, Bewertung auf Vergleichsportalen hinterlassen oder den Pflegebox Anbieter wechseln. Sie haben das Recht auf die von Ihnen bestellten Produkte – lassen Sie sich nicht abspeisen. Bei hartnäckigen Problemen kann auch die Verbraucherzentrale helfen.
Gibt es Alternativen zur Pflegebox, wenn ich nur wenige Produkte benötige?
Ja, Sie haben mehrere Optionen: Erstens können Sie die Pflegebox mit nur wenigen Produkten zusammenstellen – Sie müssen die 40 Euro nicht voll ausschöpfen. Zweitens können Sie die Pflegehilfsmittel auch direkt bei Ihrer Pflegekasse beantragen und dann in einer Apotheke oder einem Sanitätshaus nach Bedarf abholen. Diese Variante erfordert mehr Eigenaufwand, bietet aber maximale Flexibilität. Drittens können Sie einzelne Produkte auf Rezept vom Arzt verordnet bekommen, wenn sie medizinisch notwendig sind. Die Pflegebox ist meist die bequemste Lösung, aber nicht die einzige Möglichkeit, an Pflegehilfsmittel zu kommen.
Kann ich die Pflegebox auch im Ausland (z.B. im Urlaub) erhalten?
Die regelmäßige Lieferung der Pflegebox erfolgt nur an Ihre in Deutschland gemeldete Adresse. Für Urlaubsaufenthalte im Ausland haben Sie folgende Möglichkeiten: Nehmen Sie einen Vorrat der wichtigsten Pflegehilfsmittel mit, lassen Sie die Pflegebox an Ihre Urlaubsadresse in Deutschland liefern (z.B. Hotel, Ferienwohnung), oder pausieren Sie die Lieferung während Ihrer Abwesenheit. Bei längeren Auslandsaufenthalten (über 6 Wochen) sollten Sie dies Ihrer Pflegekasse melden. Innerhalb der EU können Sie in Notfällen Pflegehilfsmittel kaufen und die Rechnung bei Ihrer Pflegekasse zur Erstattung einreichen – die Erstattung ist jedoch nicht garantiert und erfolgt nach deutschen Sätzen.
Wie funktioniert die Pflegebox bei Demenz, wenn die Person selbst nicht mehr entscheidungsfähig ist?
Bei Demenz oder anderen Erkrankungen, die die Entscheidungsfähigkeit einschränken, kann die Pflegebox von Angehörigen, Betreuern oder gesetzlichen Vertretern beantragt werden. Sie benötigen dafür eine Vollmacht oder einen Betreuungsausweis. Die Zusammenstellung der Pflegehilfsmittelbox sollte sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der pflegebedürftigen Person orientieren – bei Demenz oft: erhöhter Bedarf an Desinfektionsmitteln, Mundschutz (bei Infektanfälligkeit) und Bettschutzeinlagen. Die Bestellung und Verwaltung übernimmt dann die bevollmächtigte Person. Wichtig: Die Produkte müssen für die Pflege der demenzerkrankten Person verwendet werden, nicht für den eigenen Haushalt.
Was passiert mit der Pflegebox, wenn die pflegebedürftige Person verstirbt?
Im Todesfall endet der Anspruch auf die Pflegebox automatisch mit dem Sterbedatum. Sie sollten den Anbieter zeitnah informieren, damit keine weiteren Lieferungen erfolgen. Bereits gelieferte Produkte müssen nicht zurückgegeben werden und können aufgebraucht oder an andere Pflegebedürftige weitergegeben werden. Die Pflegekasse stellt die Kostenübernahme zum Todeszeitpunkt ein. Falls eine Lieferung kurz nach dem Todesfall noch erfolgt, kontaktieren Sie den Anbieter – meist wird diese kulanzhalber nicht berechnet. Denken Sie auch daran, andere Pflegeleistungen wie Pflegegeld oder 24-Stunden-Betreuung zu beenden.
Kann ich die Pflegebox auch rückwirkend beantragen und erhalte ich dann eine Nachzahlung?
Leider nein. Der Anspruch auf die Pflegebox 40 Euro besteht zwar ab dem Monat der Anerkennung des Pflegegrades, aber eine rückwirkende Auszahlung oder Nachlieferung ist nicht möglich. Die Leistung ist als monatliche Sachleistung konzipiert, nicht als Geldleistung. Deshalb ist es wichtig, die kostenlose Pflegebox möglichst zeitnah nach Anerkennung des Pflegegrades zu beantragen, um keine Monate zu “verschenken”. Wenn Sie erst später von diesem Anspruch erfahren, können Sie ab dem Folgemonat die Lieferung starten. Tipp: Informieren Sie sich direkt nach Erhalt des Pflegegrad-Bescheids über alle zustehenden Leistungen, um nichts zu verpassen.
Gibt es Qualitätsunterschiede bei den Produkten verschiedener Anbieter, obwohl alle 40 Euro kosten?
Ja, durchaus! Obwohl der Betrag bei allen Anbietern gleich ist, gibt es erhebliche Qualitätsunterschiede bei den Produkten. Faktoren, die die Qualität beeinflussen: Materialstärke der Handschuhe (dünnere Handschuhe reißen schneller), Herkunft der Produkte (europäische Hersteller oft hochwertiger), Saugfähigkeit der Bettschutzeinlagen, Hautverträglichkeit (besonders bei Allergien wichtig), Wirksamkeit der Desinfektionsmittel. Hochwertige Anbieter wie Hygi, Best Care oder Hartmann setzen auf Qualitätsprodukte, während einige günstigere Anbieter eher auf Masse setzen. Lesen Sie Pflegebox Erfahrungen anderer Nutzer und testen Sie im Zweifel verschiedene Anbieter. Qualität lohnt sich – bessere Handschuhe halten länger, und Sie benötigen weniger Nachbestellungen.
Fazit: Die Pflegebox als wertvolle Unterstützung im Pflegealltag
Die kostenlose Pflegebox ist eine der wertvollsten, aber oft unterschätzten Leistungen der Pflegeversicherung. Mit monatlich 40 Euro für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel entlastet sie pflegende Angehörige finanziell und organisatorisch erheblich. Die regelmäßige, automatische Lieferung spart Zeit und Wege, die Sie stattdessen für die Pflege und Betreuung Ihres Angehörigen nutzen können.
Die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst:
- Anspruch nutzen: Jeder mit Pflegegrad 1-5 hat Anspruch – verschenken Sie dieses Geld nicht!
- Individuell anpassen: Stellen Sie Ihre Pflegebox individuell zusammen nach Ihrem tatsächlichen Bedarf
- Anbieter vergleichen: Nutzen Sie unseren Pflegebox Vergleich – Qualität und Service unterscheiden sich deutlich
- Flexibel bleiben: Sie können jederzeit die Zusammenstellung ändern oder den Pflegebox Anbieter wechseln
- Kombinieren Sie Leistungen: Die Pflegebox ergänzt sich optimal mit anderen Pflegeleistungen wie der 24-Stunden-Betreuung
Die Beantragung einer Pflegehilfsmittelbox ist heute dank spezialisierter Anbieter wie Curabox, Hygi oder Sanubi denkbar einfach: Wenige Minuten online registrieren, Zusammenstellung wählen, und schon kommt die erste Lieferung. Der gesamte bürokratische Aufwand wird Ihnen abgenommen – Sie müssen sich nur noch um das Wesentliche kümmern: die Pflege und Betreuung Ihres Angehörigen.
Besonders in Kombination mit einer professionellen 24-Stunden-Betreuung zu Hause entfaltet die Pflegebox ihr volles Potenzial: Die Betreuungskraft hat alle notwendigen Pflegehilfsmittel zur Hand, die Hygiene ist optimal gewährleistet, und Sie als Angehöriger werden maximal entlastet. Diese Kombination ermöglicht eine würdevolle, professionelle Pflege in den eigenen vier Wänden – oft die beste Alternative zum Pflegeheim.
Zögern Sie nicht, Ihren Anspruch geltend zu machen. Die Pflegebox ist keine “Luxusleistung”, sondern ein wichtiger Baustein für hygienische, sichere häusliche Pflege. Starten Sie noch heute und nutzen Sie die monatlichen 40 Euro, die Ihnen zustehen!

Kostenlose Beratung zur 24-Stunden-Betreuung – individuell, professionell und würdevoll
Angebot anfordern Beraten lassenHinweis: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine professionelle medizinische oder rechtliche Beratung. Alle Angaben zu Pflegeleistungen, Anbietern und Beantragungsprozessen entsprechen dem Stand Januar 2026 und können sich ändern. Informieren Sie sich bei Ihrer Pflegekasse über die aktuell gültigen Regelungen. Die genannten Anbieter dienen als Beispiele – es gibt zahlreiche weitere seriöse Pflegehilfsmittel Anbieter am Markt. Stand: Januar 2026